Elfchen über Religion(en)

Die Gedichtform Elfchen hat fünf Zeilen und ist so aufgebaut:

1. Zeile: 1 Wort, 2. Zeile: 2 Wörter, 3. Zeile: 3 Wörter,

4. Zeile: 4 Wörter, 5. Zeile: 1 Wort

Elaf hat drei tolle Elfchen zu ihrem frei gewählten Thema „Religionen“ geschrieben:

 

Gedicht: Der Panda

Moritz hat das Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke sehr kreativ transformiert. 


DER PANTHER

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Aus: Neue Gedichte (1907)

 

Moritz Schmidjörg:

DER PANDA

Sein Bärenbauch ist vom Vorübergehen der Bäume
So schwach geworden, dass ihn nichts mehr hält.
Ihm ist, als könnt es tausend Bäume geben
Und hinter tausend Bäumen kein Bambus mehr.

Die weiße Vordertatze geschmeidig starker Schritte,
die sich im allerletzten Walde dreht,
ist wie ein Tanz von allerletzter Kraft,
in der Mitte ein letzter Wille steht.

 

Komischween

Elafs Geschichte ist wirklich komisch, und heißt auch so: Der Titel ist ein Mix aus Komisch und Helloween:

 

Komischween

Es war einmal in einer dunklen Nacht… und in dieser Nacht geschah die Geschichte eines Mädchens namens Lilianne. Es war Halloween.

Lilianne liebte es, an Halloween von Tür zu Tür zu gehen, sie machte es sogar jedes Jahr. Doch heuer geschah etwas Unheimliches. Es passierte um fünf Minuten nach Mitternacht. Lilianne war allein zuhause, obwohl sie erst acht Jahre alt war. Ihre Eltern dachten, es würde ihr wohl nichts geschehen, vor allem wenn man sich einfach vor den Fernseher setzt und nichts tut.

Doch da lagen sie falsch.

Lilianne wurde müde und ging ins Bett, aber nicht bevor sie sich eine gruselige Serie anschaute. Das… hätte sie lieber lassen sollen. Nach einer Weile wachte sie wieder auf, weil sie plötzlich Hunger hatte. Sie ging in die Küche und machte sich ihren Lieblingssnack, ein Erdnussbutterbrot mit Marmelade. Aber das Erdnussbutterglas war leer. Zum Glück hatte ihr Vater zwei Euro in der Hauskasse gelassen. Damit wollte sie schnell zum Supermarkt um die Ecke, um Erdnussbutter zu kaufen.

Genau in diesem Moment wurde ein Sack über ihren Kopf gestülpt und sie merkte, wie sie irgendwo hingeführt wurde. Auf einmal stoppte ihr Entführer. Waren sie angekommen? Wo auch immer sie waren, dieser Ort roch aus irgendeinem Grund nach Schweiß … sie hörte … Stimmen? Überall im Raum ganz viele Kinderstimmen, und auch die Stimme ihrer Cousine!

Weil ihr Entführer vergessen hatte, ihre Arme zuzubinden, nahm sie schnell den Sack von ihrem Kopf. Sobald sie wieder sehen konnte, sah sie ihre ganze Familie und alle ihre Freunde. „Lilianne, du hast dir ja eine Halloweenparty gewünscht! Ich und deine Mama haben dir eine organisiert!“, rief ihr Vater. „Wir wollten es ein bisschen spannend machen, daher der Sack!“, erklärte ihre Freundin Mimi. Lilianne zog ihr Vampirkostüm an und die Party ging los.

Es gab viele Spiele und ein leckeres Gruselbuffet, gemacht aus den unterschiedlichsten unheimlichen Speisen: Hotdogs als abgeschnittene Finger, Litschis mit Blaubeeren im Inneren, die in Johannisbeersaft schwammen, als Augen in Blut, Waffeln mit weißem Zuckerguss in der Mitte mit roter Lebensmittelfarbe als Pflaster, die in Blut bedeckt waren, und natürlich den gruseligen grünen Punsch. Lilianne war sehr glücklich mit der Party und genoss sie sehr.

Obwohl sie sich am Anfang ziemlich fürchtete, wurde am Ende alles ja noch ganz wunderbar.

Von Elaf

 

Die Geburt von Pallas Athene

Die Geburt von Pallas Athene

Der Streit zwischen Zeus und Hera wurde in letzter Zeit ziemlich heftig, nachdem Hera Hephaistos geboren hatte. Sie hatte Zeus bewiesen, dass es auch ohne ihn geht. Jetzt wollte Zeus beweisen, dass es auch ohne Frau geht.

Zur selben Zeit jagte und suchte er die Titanin Metis. Er wollte zwar kein Kind mit ihr zeugen, sie aber beschlafen. Man hatte sich erzählt, dass der Sohn/die Tochter von Metis doppelt so stark sein wird als der Vater, deswegen wollte er auch kein Kind mit ihr. Weil Metis nicht mit Zeus schlafen wollte, verwandelte sie sich in alle möglichen Tiere und Pflanzen, doch Zeus entdeckte sie immer. Es war wie Versteckenspielen, außer dass Zeus immer suchen musste.

Eines Tages verwandelte sich Metis in eine Fliege, sie dachte, er würde sie nicht sehen, weil sie so winzig war. Zeus verschluckte sie aber unabsichtlich. Da krabbelte sie nun in Zeus herum und sah ihn von innen. Irgendwie wurde sie dadurch schwanger, ich weiß nicht wie, aber sie wurde schwanger. Metis kletterte in Zeus Kopf. Zeus hatte jetzt den größten Kopf im ganzen Olymp. Nach ein paar Tagen schmerzte sein Kopf so sehr, dass er sich hinlegen musste. Hephaistos schlug mit Hammer und Meißel den Schädel von Zeus auf und heraus kam Pallas Athene (schon in voller Rüstung und allem Drum und Dran).

Nacherzählt von Moritz